Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH

Alltag von Herren und Knechten

Mühsal und Müssiggang

Kostümierter Jugendlicher in Kloster Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Thomas Kiel

Begabt in vielen Bereichen

Die Mönche verwalteten riesige Gebiete und waren große Wirtschaftsunternehmen. Ihre Klöster waren aber auch Orte des Wissens und der Bildung.

Kloster Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Anbau und Handel

Die Bewirtschaftung seiner Ländereien machte Kloster Bebenhausen zu einer der reichsten Abteien des Landes.

Kloster Maulbronn; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

„Flussgemüse“ statt Fleisch

Die Fischzucht war für die Maulbronner Mönche von großer Bedeutung. Sie legten ein einzigartiges Teichsystem an.

Kloster und Schloss Salem, Ofenkachel; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Salem

Etablierte Tradition

Wein gilt als klösterliches Urprodukt. Die Geschichte des Salemer Weinanbaus reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück.

Hopfendolden; Foto: pixabay_gemeinfrei

Klösterlicher Gerstensaft

Klöster spielten bei der Bierherstellung im Mittelalter eine wichtige Rolle: Mönche galten als begnadete Bierbrauer.

Nicolaus de Lyra diktiert seinem Schreiber, Wiblingen, 1454; Foto: Württembergische Landesbibliothek Stuttgart

Wertvolle Handschriften

In Kloster Wiblingen entstanden prächtige Handschriften – viele der Schreiber sind namentlich bekannt.

Detail aus Lorcher Chorbuch, Anfang 16. Jahrhundert; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

SZENEN AUS DEM KLOSTERLEBEN

Fantasievolle Illustrationen verzieren Chorbücher, die in nur wenigen Jahren in Kloster Lorch angefertigt wurden.


Bibel; Foto: gemeinfrei

Von Tag zu Tag

Die Welt des „gemeinen Mannes“ war in der Reformationszeit von Umwälzungen betroffen. Dies galt für Alltag, Glaubensausübung und Brauchtum.

Bewaffnete Bauern, zeitgenössischer Holzschnitt; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Robert Bothner

Unruhige Zeiten

Das Gedankengut Martin Luthers beflügelte die einfachen Leute und brachte die Bauernkriege – auch nach Lorch.

Die einzigartigen Hose aus dem Klosterfund in Alpirsbach; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Adi Bachingern

Schutz und Zeichen des Standes

Schuhe und Hemden, eine Männerhose und ein Wams: Kleidungsstücke des 15. und 16. Jahrhunderts belegen, was „Mann“ trug.

Beschilderung des Prälatenweges am Kloster und Schloss Salem; Foto: Fotoclub Uhldingen; Neumann

Gottgefälliges Werk

Einer alter Pilgerweg führt von Kloster Salem zur Wallfahrtskirche Birnau. Für Pilger und Wanderer ist sie bis heute ein lohnendes Ziel.

Heiliges Grab in der Klosterkirche Schöntal; Foto: Felix Muhle

Glaubensbotschaft als Inszenierung

Katholische Gläubige bauten Heilige Gräber wie in Schöntal zum Nachempfinden der Passionsgeschichte in der Karwoche.


Arkadenhof von Schloss ob Ellwangen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Julia Haseloff

Regieren und repräsentieren

Die Zeit der Glaubensgegensätze ist auch eine Zeit der Repräsentation. Dies galt für geistliche Fürsten ebenso wie für weltliche Herrscher – bei der Hofhaltung und bei Festen.

Die Hochzeit, Ölstudie von Joseph Anton von Gegenbaur, Staatsgalerie Stuttgart, Inv. Nr. 787 h

ITALIENISCHER GLANZ IN URACH

Graf Eberhard V. im Bart und Barbara Gonzaga aus Mantua feierten 1474 in Urach eine spektakuläre Hochzeit.

Blick in den Rittersaal von Weikersheim, Ort rauschender Feste; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Theater, Tanz und Ritterspiele

Graf Wolfgang II. von Hohenlohe und seine Frau waren tief gläubig, doch sie wußten auch Feste mit viel Aufwand auszurichten.